Kommentar zur Arte Doku „Wie eine Trennung Kinder wirklich verändert“
Wie eine Trennung Kinder wirklich verändert
Wie Trennungen Kinder wirklich verändern
Diese Arte Dokumentation macht vor allem eines deutlich: Eine Elterntrennung ist ein komplexer Prozess, währenddessen Eltern Informationen über kindliche Bedürfnisse, Verletzlichkeit und kindgerechte Kommunikation brauchen.
Es gibt keine Patenrezepte, und selbst wissenschaftliche Studien können falsch interpretiert werden – so wie die über die vergleichsweise große Zufriedenheit von Kindern im Wechselmodell.
Das liegt nämlich nicht am Betreuungsmodell als solchem, sondern daran, dass Eltern, die dieses Modell leben, sich einfach gut verständigen können müssen. Die Zufriedenheit der betroffenen Kinder ist auf das Verhältnis und den Umgang der Eltern miteinander und nicht auf das Wechselmodell zurückzuführen.
Genauso wenig ist eine Ein-Eltern-Familie weniger „gut“ als eine vermeintlich „intakte“, denn schon eine zuverlässige Bindungsperson ist die Garantie für eine gesunde kindliche Entwicklung.
Eine wichtige Aussage der Expertinnen deckt sich mit der von Ärzt:innen in kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen: Wenn über Elterntrennungen gesprochen wird, dann liegt der Fokus auf Trennungskindern und vergisst all jene, die Entwicklungstraumata davon tragen, weil sich ihre Eltern nicht trennen.
Auch das sollten wir im Blick haben, wenn von Elterntrennungen als einem der 10 bedeutsamsten Entwicklungstraumata die Rede ist.
Eltern können nicht alles wissen, deshalb kommt auch diese Doku zu dem Schluss: Eltern scheut euch nicht, in dieser vorübergehenden Zeit der Verunsicherung und der Veränderung professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
mehr davon gibt´s auch auf https://mutterkutter.de/gelungene-trennung/
und hier: https://www.instagram.com/p/DQsPi1nDdwH/



