Nicht zu streng, nicht zu eng
Warum handle ich, gestalte ich die Beziehung zu meinem Kind, so, wie ich es mache?
Auch Eltern, deren Steckenpferd die Pädagogik bis zur Geburt des ersten Kindes nicht war, werden peu à peu zu Spezialisten, denn ihre Kinder sind ihnen, kaum auf der Welt, immer einen Schritt voraus. Kaum glauben sie, den Rhythmus ihres Babys zu kennen, hat der sich schon wieder verändert.
So bleibt gerade jungen Eltern nichts anderes übrig, als sich auf ihre Intuition und ihren gesunden Menschenverstand zu verlassen. Sie spüren, was ihre Kinder brauchen. Sie gestalten die Beziehung entsprechend ihrer Möglichkeiten.
Doch unerfahrene, frische Eltern, die nicht gerade Pädagogik studiert haben oder als pädagogische Fachkraft tätig sind, sind leicht zu verunsichern.
Ein missbilligender Blick, ein kritischer Kommentar von vermeintlich erfahreneren, „kompetenteren“ Beobachtern kann sie oft unverhofft aus der Bahn werfen.
Hier liefert Inkes Ratgeber wichtige Basis-Informationen über Erziehungsstile und Bindungstypen, die sie mit Alltagsbeispielen veranschaulicht. Eltern werden sich bei der Lektüre klar über ihre persönlichen Ziele in der Beziehungsgestaltung zu ihren Kindern. Sie erfahren, welche Verhaltensweisen Kinder verunsichern und unselbstständig halten, wo Kinder einer bestimmten Entwicklungsphase überfordert bzw. unterfordert sind und wie sie es anstellen, kindgerecht eine vertrauensvolle Beziehung zu ihrem Kind zu gestalten.
Neben vielen Beispielen enthält das Buch viele Anregungen und Impulse, um das elterliche Verhalten zu reflektieren, um sich so seiner Ziele, Werte und Motive im Umgang mit den Kindern bewusst zu werden.
Am Ende können auch pädagogische Einsteiger allzu leichtfertige Kritik selbstbewusst parieren. Dafür gibt´s von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ fünf Sterne.


