Typisch Mann?
"Ein Ereignis, dass das Wasser teilt!“
„Nach dem Beitrag von Josef - Ausgerechnet an Weihnachten! - haben mich einige Zuschriften von Müttern erreicht, die ich im Folgenden - verdichtet und verfremdet – Magda, einer Trennungsmutter, in den Mund gelegt habe.“
„Wenn ich höre oder lese, dass ein Vater so viel Wert auf die Ernährung legt, dann merke ich, wie ungerecht ich werde, weil das meine Wut auf meinen Ex-Partner berührt. Der hat nämlich wirklich alles, was er tat, zum Kult erhoben!
Ich koche selbstverständlich und regelmäßig, weil meine Familie das braucht. Dabei lasse ich mich beim Einkauf von Preisvergleichen, Nährwerten und Vorlieben meiner Kinder leiten, um alltäglich etwas Gesundes auf den Tisch zu bekommen. Das alles auch noch neben meinem Job! Ich orientiere mich an dem, was meine Familie braucht – und gut ist!
Wenn Felix gekocht hat, dann war das die ganz große Show! Wow, da wurde – und das erinnert mich an diesen Josef – Essen zur Philosophie, zur Weltanschauung, ein Ereignis, das das Wasser teilt! Wer nicht applaudiert, ist durchgefallen, wer nicht für mich ist, ist gegen mich! Eine narzisstische Selbstinszenierung, die ihresgleichen sucht! So viel Zeit möchte ich mal haben!
Meinen Protest, wenn mein Ex-Mann Gerichten mit ordentlich Alkohol und gutem Rotwein Geschmack verleihen wollte, hat er einfach mit dem Hinweis abgetan, Alkohol verdunste, wenn man ihn so lange koche wie er. Hallo?! Müssen sich denn kleine Kinder schon an den Geschmack von Alkohol gewöhnen?
Und was ist mit all den Naschies, mit denen er den Kindern an seinen Wochenenden eine „Freude“ macht? Was muss ich mir dann anhören, wenn ich das kritisiere? Ich sei kleinlich und genussfeindlich – und die paar Bonbons gehörten einfach zur Kindheit dazu? Kleiner geht’s wohl nicht! Der Wunsch nach gesunder, kindgerechter Ernährung für unsere Kinder stellt dann also einen Angriff auf eine genussvolle Kindheit dar?! Um wessen „Genuss“ geht’s hier eigentlich?
Durch Felix‘ Kommentare fühle ich mich so abgewertet, so kleinlich und spießig.
Diese – in meinen Augen – typisch männliche Selbstgerechtigkeit, macht mich einfach sprachlos und wütend!”