Kinder sicher durch Krisen begleiten
Hier finden Eltern, pädagogische Fachkräfte und Interessierte fachwissenschaftlich fundierte Impulse dafür, wie sie Kinder sicher durch Krisen begleiten können. Anhand von konkreten Beispielen erhalten sie entwicklungspsychologische Informationen über die besonderen Bedürfnisse von Kindern in Krisen sowie einen Maßstab, an dem sie ihr eigenes Verhalten reflektieren können und damit eine sichere Orientierung für die Begleitung ihrer Kinder in Zeiten existenzieller Veränderungen.

„Diagnose“ Alleinerziehend?!
Ich weiß nicht, wie lange ich mich nach der Trennung mit genau dieser Angst herumgequält habe. Mit dem Gedanken, dass ich nicht genug bin, dass unsere Trennung unsere Kinder gegenüber denen aus „heilen“ Familien benachteiligt… und dann flattert mir dieser Mist ins Haus und lässt genau das wieder aufleben, von dem ich mich mühevoll verabschiedet habe. Die vermeintliche tonnenschwere Schuld meinen Kindern gegenüber.

Zu mir oder zu dir…?
Was hier für Außenstehende leicht erkennbar ist: In dieser Trennungsfamilie fehlt das Gespräch. Viele Konflikte in diesem sogenannten „mittleren Schulkindalter (9-13)“ sind auf einen Mangel an Kommunikation zurückzuführen. Kinder dieses Alters müssen sich der elterlichen Fürsorge widersetzen und für ihre Freiräume streiten. Eltern müssen sie in ihrer Tendenz zur Selbstüberschätzung ausbremsen, indem sie ihnen Grenzen setzen, um Schaden von ihnen abzuwenden.
